10 Tipps zu den häufigsten Fragen zum Reifenwechsel im Winter 2018

Wir klären die wichtigsten Fragen zum Reifenwechsel im Winter.

Finden Sie den richtigen Wechsel-Zeitpunkt, erhalten ein neues Reifensymbol und erfahren Sie wie es mit Ihrem Versicherungsschutz in der KFZ-Versicherung auf glatten Straßen verhält.

 

Autoversicherung zahlt im Winter nur mit Winterreifen

© Jürgen Fälchle - Fotolia.com

7-Grad-Regel:

Autofahrer sollten sich bei der Umrüstung auf Winterreifen am Thermometer orientieren. Zeigt das Thermometer unter 7 Grad an, wird es Zeit für die Winterreifen. Diese Anordnung bezieht sich auf die unterschiedliche Gummimischung in den Winter Pneus, welche auch in den kälteren Jahreszeiten für ein sicheres Fahrverhalten sorgen sollen. Diese Faustformel entstand durch die Reifenhersteller. 

 

Winterreifen: von O bis O:

Der Maßstab für diese Regel ist der Kalender. Sie besagt, dass Autofahrer von Oktober bis Ostern mit Winterreifen unterwegs sein sollen. 

 


O bis O oder 7-Grad-Regel: Wann ist der richtige Zeitpunkt für den Wechsel auf Winterreifen?

Da die Straßen in dieser Jahreszeit relativ kurzfristig frostig und glatt werden kann, empfehlen Kfz-Versicherer die O-bis-O-Regel. Dadurch werden Unfälle und Gefahren verhindert, da diese Umstände nicht für Sommerreifen geeignet sind. Einzige Ausnahme: Autofahrer können sich mit der Umrüstung auf Sommerreifen im Frühjahr Zeit lassen, falls Ostern relativ früh im Jahr liegt. 

Ist Ihr Versicherungsschutz in der KFZ-Versicherung in Gefahr?

Für die Vollkaskoversicherung gilt:

 

Die Leistungen der Kaskoversicherung können anteilig, in besonders schweren Fällen sogar vollständig gekürzt werden.

Dies ist der Fall, wenn der Unfallverursacher vor Beginn seiner Fahrt oder während der Fahrt hätte erkennen müssen, dass Sommerreifen aufgrund der Straßenverhältnisse völlig ungeeignet sind und es aufgrund der unzureichenden Bereifung zu einem Unfall kommen könnte.  

 

Für die  Kfz-Haftpflichtversicherung gilt:

 

Der Schaden des Unfallopfers wird auf jeden Fall von diese Versicherung bezahlt, auch wenn der Unfallverursacher in winterlichen Verhältnissen mit Sommerreifen unterwegs war.

Das dauerhafte Verwenden von Sommerreifen bei Straßenverhältnissen, welche eindeutig Winterreifen erforderlich machen, kann sich zu negativen Folgen auswirken. Wer dadurch einen Unfall verursacht muss sich bewusst werden, von seinem Haftpflichtversicherer mit bis zu 5.000 Euro in Regress genommen zu werden.

 

Natalie ist unsere  unabhängige Expertin in allen Fragen zum Thema Auto und KFZ-Versicherung.

Neben Privatkunden betreut sie Gewerbekunden und Flotten namhafter Unternehmen in Augsburg, Kempten und ganz Schwaben.

 

Nicht vergessen: Am 30.11.2018 ist Stichtag für einen Versicherungswechsel Ihrer Autoversicherung. Mit unserem Versicherungsvergleich für die KFZ-Versicherung können Sie beim Umstieg bis zu 450 EUR einsparen.


Müssen wir in Deutschland auch Winterreifen besitzen?

Es gibt keine zeitliche Angabe an der man sich orientieren muss, in der Winterreifen verwendet werden müssen. Doch bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte sind Autofahrer dazu verpflichtet mit Winterreifen unterwegs zu sein. Es besteht also nur eine Art situative Winterreifenpflicht. Dies gilt ebenso in den Alpenländern, wo viele ihren Winterurlaub verbringen.

Welche Kosten werden auf einen Autofahrer zukommen, falls er gegen die Winterreifenpflicht verstößt?

 

  • Autofahrer, die trotz Schnee und Eis mit Sommerreifen unterwegs sind:

⚠ Bußgeld in Höhe von 60€ und ein Punkt in Flensburg

  • Autofahrer, die durch ihr Fehlverhalten andere Personen behindern:

 ⚠ Bußgeld in Höhe von 80€ und ein Punkt in Flensburg

  • Autofahrer, die andere Personen in eine gefährliche Situation versetzt haben:

⚠ Bußgeld in Höhe von 100€ und ein Punkt in Flensburg

 

Wer sein Auto ohne geeignete Winterreifen bewegt, begeht hingegen keine Ordnungswidrigkeit.

Wo besteht ein Unterschied zwischen Winter- und Sommerreifen?

Für die Förderung der Drainagewirkung ist die Lauffläche von Winterreifen von wesentlich mehr Profilrillen durchzogen.

 

Dazu kommt, dass die Gummimischung der Winterreifen deutlich weicher ist, um bei niedrigen Temperaturen einen höheren Grip als Sommerreifen zu haben. Übrigens: Die Mindestprofiltiefe von 1,6 mm ist für Sommer- und Winterreifen vorgeschrieben – aus Sicherheitsgründen sollten die Winterreifen aber nur bis 4 mm abgefahren werden.

 

Drainagewirkung:

 

Wasser und Schneematsch werden schneller aus dem Haftbereich der Lauffläche transportiert.

 

Auf welche Weise müssen Winterreifen gekennzeichnet sein?

Seit diesem Jahr müssen Autofahrer beim dem Kauf von Winterreifen auf ein neues Symbol achten, welches sehr entscheidend ist. Alle Reifen, die als wintertauglich gelten, müssen das Alpine-Symbol besitzen. Laut Bundesverkehrsministerium gehen erstmals, mit dem neuen Symbol, welches ein Piktogramm aus einem zackigen Berg und einer Schneeflocke darstellt, verbindliche Qualitäts- und Leistungsstandards an die Reifen einher – ein entscheidender Unterschied zur derzeit verwendeten M+S-Kennzeichnung.

 

Doch auch ältere Winterreifen mit der M+S-Kennzeichnung dürfen noch bis September 2024 verwendet werden. Deshalb brauchen Sie sich keine Sorgen machen, falls Sie diese Reifen noch besitzen und einsetzen.

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Kommentare: 1
  • #1

    Ulrike (Donnerstag, 21 November 2019 10:46)

    Ich wusste gar nicht, dass man unter 7 Grad wirklich immer auf Winterreifen umrüsten sollte. Ich gehe immer zu einem guten Reifenservice in der Steiermark, der mir dabei hilft den Wechsel zu vollziehen. Ich bin wirklich unbegabt, was Arbeiten am Auto betrifft und lasse mir daher gerne helfen. Sicherheit ist schließlich am Wichtigsten!
    http://www.reifenreiter.at/